Die Frage, ob bei einem Die Replica-Uhrendiebstahl aus einer Uhrmacherwerkstatt ersetzt werden müssen, hängt von mehreren rechtlichen Aspekten ab, die im Folgenden zusammengefasst sind:
1. **Vertragsrecht (Werkvertrag/Verwahrung):**
- Befanden sich die Replica-Uhren im Rahmen eines **Werkvertrags** (z. B. zur Reparatur) in der Werkstatt, trifft den Uhrmacher eine **Sorgfaltspflicht** (§ 631 BGB). Bei grober Fahrlässigkeit oder Vorsatz haftet der Uhrmacher für den Schaden (§ 280 BGB).
- Bei **Verwahrung** (§ 688 BGB) muss der Uhrmacher die Uhren schützen. Ein Diebstahl könnte seine Haftung auslösen, es sei denn, er beweist, dass er angemessene Sicherheitsvorkehrungen traf (§ 690 BGB).
2. **Strafrechtliche Aspekte (Replica-Uhren):**
- Replica-Uhren sind oft **Markenrechtsverletzungen** (§ 143 MarkenG) oder **Produktpiraterie** (§ 106 UrhG). Ihr Besitz und Handel ist illegal.
- Ein **Anspruch auf Schadensersatz** für gestohlene Replicas könnte scheitern, da das Gesetz keinen Schutz für rechtswidrige Güter gewährt (**„ex turpi causa non oritur actio“** – aus einer Straftat entsteht kein Anspruch).
3. **Versicherungsrecht:**
- **Betriebsversicherungen** des Uhrmachers decken typischerweise nur **legale Gegenstände**. Bei Replicas könnte die Versicherung die Zahlung verweigern.
- Auch der Eigentümer der Replica hätte Schwierigkeiten, eine private Versicherung geltend zu machen, da diese oft **illegale Objekte ausschließt**.
4. **Rechtsprechung (Beispiele):**
- Allgemein urteilen Gerichte, dass **Mitverschulden** vorliegen kann, wenn der Geschädigte illegale Waren besitzt (vgl. BGH-Urteile zu Hehlerei).
- Ein konkretes Urteil zu Replica-Uhren in Werkstätten ist nicht bekannt, aber Analogien aus ähnlichen Fällen deuten auf **Ausschluss von Ansprüchen** hin.
Fazit:
Ein Uhrmacher haftet **nicht automatisch** für gestohlene Replica-Uhren. Zwar könnte eine Pflichtverletzung vorliegen, doch der Eigentümer der Replica dürfte aufgrund der **Rechtswidrigkeit der Uhren** keinen Ersatzanspruch durchsetzen können. Versicherungen decken solche Fälle ebenfalls regelmäßig nicht ab. Im Streitfall wäre eine individuelle Prüfung durch einen Anwalt ratsam.